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Das Wochenbett vorbereiten: 10 Dinge, die wirklich sinnvoll sind

  • doulalisa-marie
  • 3. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Die Geburt rückt näher und plötzlich scheint die To-do-Liste immer länger zu werden. Kinderzimmer einrichten, Kliniktasche packen, Erstausstattung kaufen, Anträge ausfüllen …



Doch bei all den Vorbereitungen gerät oft das Wichtigste in Vergessenheit: das Wochenbett.

Dabei ist genau diese Zeit entscheidend dafür, wie Du Dich körperlich und emotional von der Geburt erholen kannst. Dein Körper leistet nach der Geburt Erstaunliches und braucht Zeit, Ruhe und Unterstützung, um sich zu regenerieren. Mit ein paar einfachen Vorbereitungen kannst Du Dir diese besondere Zeit deutlich erleichtern.

In diesem Artikel zeige ich Dir, welche Dinge wirklich sinnvoll sind und warum eine gute Vorbereitung auf das Wochenbett genauso wichtig ist wie die Vorbereitung auf die Geburt selbst.


Was ist das Wochenbett überhaupt?


Das Wochenbett beginnt direkt nach der Geburt und dauert etwa sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit bildet sich die Gebärmutter zurück, der Hormonhaushalt verändert sich, die Milchbildung setzt ein und Ihr lernt Euch als Familie neu kennen.

Für viele Frauen ist das Wochenbett eine wunderschöne, aber auch intensive Zeit. Umso wichtiger ist es, bereits in der Schwangerschaft einige Vorbereitungen zu treffen.


1. Organisiere Dir Unterstützung


Du musst das Wochenbett nicht alleine meistern.

Überlege Dir schon vor der Geburt:

  • Wer kann einkaufen?

  • Wer kann kochen?

  • Wer kümmert sich um ältere Geschwister?

  • Wer übernimmt kleinere Aufgaben im Haushalt?

Je weniger Alltagsstress entsteht, desto mehr Zeit bleibt für Dich und Dein Baby.


2. Koche auf Vorrat


In den ersten Tagen mit Baby bleibt oft wenig Zeit zum Kochen.

Bereite deshalb schon vor der Geburt einige Mahlzeiten vor und friere sie ein. Besonders praktisch sind Suppen, Eintöpfe, Currys oder Lasagne.

Auch kleine Snacks wie Energiekugeln oder Stillkekse können Gold wert sein.


3. Richte Dir einen gemütlichen Wochenbettplatz ein


Du wirst viele Stunden mit Deinem Baby verbringen – beim Kuscheln, Stillen oder einfach beim Ausruhen.

Praktisch sind:

  • Wasserflasche

  • gesunde Snacks

  • Ladekabel

  • Stillkissen

  • Kuscheldecke

  • Bücher oder Kopfhörer

Je weniger Du ständig aufstehen musst, desto entspannter kannst Du diese Zeit genießen.


4. Sprich mit Deinem Umfeld über Deine Wünsche


Viele Familien freuen sich direkt nach der Geburt über Besuch.

Andere wünschen sich zunächst Ruhe.

Beides ist völlig in Ordnung.

Hilfreich ist es, schon vor der Geburt offen zu kommunizieren, wie Ihr Euch die erste Zeit als Familie vorstellt.


5. Plane bewusst Zeit zum Ausruhen ein


Gerade in unserer leistungsorientierten Gesellschaft fällt es vielen Frauen schwer, sich Ruhe zu erlauben.

Dabei ist Erholung ein wichtiger Bestandteil der körperlichen Regeneration nach der Geburt.

Versuche deshalb, Dir möglichst wenig Termine vorzunehmen und den Fokus auf Dich und Dein Baby zu legen.


6. Informiere Dich über das Wochenbett


Viele Frauen bereiten sich intensiv auf die Geburt vor – über das Wochenbett wird dagegen häufig viel zu wenig gesprochen.

Informiere Dich bereits vorher über Themen wie:

Je besser Du vorbereitet bist, desto gelassener kannst Du viele Veränderungen einordnen.


7. Denke auch an Dich


Das Baby bekommt meist schon Monate vor der Geburt Kleidung, Spielsachen und Geschenke.

Doch auch Du darfst überlegen:

Was tut mir im Wochenbett gut?

Vielleicht sind es:

  • bequeme Kleidung

  • eine Wärmflasche

  • Dein Lieblingsbuch

  • leckere Snacks

  • Zeit ohne Verpflichtungen

Du hast gerade Großartiges geleistet und darfst Dich genauso gut umsorgen wie Dein Baby.


8. Überlege Dir schon in der Schwangerschaft, was mit Deiner Plazenta geschehen soll


Die Plazenta hat Dein Baby während der gesamten Schwangerschaft versorgt. Trotzdem wird sie nach der Geburt häufig entsorgt – oft, ohne dass Frauen überhaupt wissen, dass es Alternativen gibt.

Wenn Du darüber nachdenkst, Deine Plazenta später verarbeiten zu lassen oder Erinnerungsstücke daraus herstellen zu lassen, solltest Du Dich bereits vor der Geburt informieren.

So kannst Du alles in Ruhe planen und weißt genau, wie die Plazenta nach der Geburt gelagert und transportiert werden sollte.


9. Erlaube Dir, Hilfe anzunehmen


Viele Frauen möchten im Wochenbett alles alleine schaffen.

Dabei ist genau diese Zeit dafür da, sich unterstützen zu lassen.

Ob Familie, Freunde, Hebamme oder Doula – jede Form der Entlastung schafft Raum für das, was jetzt wirklich wichtig ist: das Ankommen als Familie.


10. Vertraue Deinem Gefühl

Es gibt unzählige Ratgeber und Meinungen rund um Schwangerschaft und Wochenbett.

Am Ende kennst Du Dich und Dein Baby am besten.

Nimm die Informationen mit, die sich für Euch stimmig anfühlen – und lass alles andere los.


Fazit


Ein gut vorbereitetes Wochenbett bedeutet nicht, dass alles perfekt geplant sein muss.

Oft sind es die kleinen Dinge, die später den größten Unterschied machen: Unterstützung, Ruhe, gutes Essen und genügend Zeit, um als Familie zusammenzufinden.

Und vielleicht gehört für Dich auch die bewusste Entscheidung dazu, Dich schon vor der Geburt mit Deiner Plazenta und ihren weiteren Möglichkeiten zu beschäftigen.


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